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Agility Joy Yankee
*21.09.2004

ZBrH9338, schwarz-weiss
  CEA frei mit 6 Wochen

HD/ED frei
MDR1 +/+

BH, OB 2, A2



23.11.2010

Lange, sehr lange,  haben wir es versucht und trotzdem sind wir sind kein gutes Agi-Team geworden. Yankee hat beinahe mehr Stangen geworfen, als oben geblieben sind, er ist unglaublich schwer zu führen, im Winter hat er Probleme bei "Flutlicht" die Hürden zu sehen, läuft dann unter durch oder daran vorbei. Zudem konnte wir aufgrund seiner Konditionsschwäche nicht lange laufen. Mal war das Training richtig toll, dann war ich wieder am Verzweifeln. Ich hatte immer den Eindruck, die Beine sind schneller als der Kopf ... Vielleicht war ich auch einfach nur nicht in Lage, es ihm richtig zu vermitteln. Es machte sich immer mehr Frust bemerkbar und ich finde, so sollte man keinen Hundesport betreiben.
Schweren Herzens habe ich nun Agility aufgegeben. Seit 11 Jahren gehörte Agility zu meinem Leben und seit ca. 7 Jahren haben wir gemeinsam mit Franzi und Shirly trainiert, mit den beiden so viele Turniere und Seminare besucht, waren sogar zusammen in Luxemburg und hatten immer viel Spass. Da fällt es schon schwer ...

Franzi, an dieser Stelle vielen, vielen Dank für viele Jahre tolles Training und Deine unendliche Geduld mit uns. Ich wünsche Dir nun mit Texi ganz viel Spass und Erfolg im Agility und freue mich schon, Euch das erste Mal starten zu sehen. Wir werden dann dabei sein und die Daumen drücken! 


Februar 2010


So allmählich muss Yankee mal ein Update bekommen :-).

Er ist inzwischen 5 ½ Jahre alt, durch sehr fleissiges Training und Kastration ist er zwar gelassener geworden, aber er ist immer noch schnell gestresst und vor fremden Hunden möchte er überwiegend (Ausnahmen bestätigen die Regel ;-) weiterhin seine Ruhe haben. Das ist, ehrlich gesagt, tw. etwas anstrengend, aber er ist nun mal wie er ist. Ansonsten ist er ein richtiger Schatz, lieb zu seinem ganzen Rudel (Luni liebt er besonders!) und ein richtiger „Extrem-Schmuser“!

Wir trainieren weiterhin Agility und auch Obedience, sind aber im letzten Jahr aus verschiedenen Gründen nicht gestartet. Einer dieser Gründe ist Yankee's Konditionsschwäche, die sich schon in der Welpenzeit bemerkbar machte. Kleines Beispiel: Wir gehen bei -3°C im Wald spazieren und er fängt nach 10 Minuten an zu hecheln. Ist das normal? Zwei „Wege“ beim Agilitytraining und er fängt vor Anstrengung an zu würgen. Auch unsere Obedience-Trainingseinheiten sind entsprechend kurz. Immer wieder wurden diesbezüglich Untersuchungen vorgenommen und leider keine wirkliche Ursache gefunden. Die letzte grosse Untersuchung wurde im Juni letzten Jahres in der Tierhochschule Hannover durchgeführt und es wurde wirklich nichts ausgelassen. Auch hier wurde eindeutig festgestellt, dass er einen Konditionsmangel hat, aber keine der Untersuchungen ergab einen Befund, der dies erklärt. Zwei Herzklappen schliessen nicht ganz, aber dies ist sicher nicht die Ursache.

Also müssen wir uns damit abfinden, dass er entsprechend auf den Turnieren, die ja nun einmal überwiegend in der wärmeren Jahreszeit stattfinden (für Yankee sind 12°C und Sonne schon zu warm!), nicht starten kann. Dazu kommt dann noch sein Stress und somit werden wir wahrscheinlich gar nicht mehr starten. Ab und zu überlege ich immer noch mal, ob wir es nicht doch noch mal versuchen sollten, aber ich denke, ich tue ihm einfach keinen Gefallen damit. Es ist so schade – im Training hat er so viel Spass, wovon man in der Prüfung nichts mehr sieht. Aber mal sehen ... ;-)


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Das Glück hat 4 Pfoten - das Chaos auch!!

Heiss ersehnt zogen die beiden - das Glück und das Chaos - am 22.11.2004 bei uns ein!

Endlich sollte es wieder "Leben in der Bude" bei uns geben. Ohne Artus war es doch sehr sehr ruhig geworden. Dass es sooooooooo viel Leben sein würde, ahnten wir nicht ;-).

Schon ganz früh morgens machten wir uns auf den Weg zu Christel Killer nach Gersten, um Yankee (er wird auch gerne "der Prinz" genannt) abzuholen.
Nachdem wir bei Christel und Jürgen gemütlich Kaffee getrunken hatten, wurden die "Formalitäten" erledigt und wir machten uns dann mittags mit unserem kleinen Schatz auf den Weg in sein neues Zuhause. Schon nach kurzer Zeit fing er im Auto entsetzlich an zu schreien. Nein, kein Gejammer "bin jetzt so allein" oder so - nein - WILL ZU MEINER MAMI!!! Eigentlich ging es so, bis wir zu Hause waren. Also ungefähr 3 1/2 Stunden! Da waren meine Nerven schon ein wenig angegriffen...

Dafür fühlte er sich zu Hause gleich sehr heimisch! Keinerlei Scheu oder Angst vor Fiete oder Buddy, er marschierte durchs Haus als würde er schon ewig bei uns leben.
Das erste gemeinsame Füttern wird mir auch immer Gedächtnis bleiben.  In Sekundenschnelle hatte Yankee sein Futter hineingeschlungen - es könnte ihm ja jemand etwas wegnehmen. Kurzer Blick in die Runde:"Ah, Fiete hat noch ja was" und er stapfte zu ihm. Mir war klar, dass Fiete sich das nicht bieten lassen würde und dachte, dass dann gleich die Fronten geklärt wären. Weit gefehlt! Yankee kämpfte um seine zusätzliche Portion!!! Also mussten wir die beiden Kampfhähne trennen und in Zukunft  dann sehr aufpassen, damit Fiete seine Ruhe hatte.

Ingesamt war (ist) Yankee ein sehr "lauter" Hund! Er hatte immer was zu sagen - beim ersten Bellen klirrten die Gläser im Schrank. Ein leerer Wassernapf? Nein! Er schnappte sich die Blechschüssel, trug sie ins Wohnzimmer und warf sie uns vor die Füße auf die Fliesen! "Hier, leer!!!" Zum Spielen hatte er eine leere Plastikflasche mit ein paar kleinen Steinchen drin. Das war soooo schön laut! Sandra meinte, er würde prima zu mir passen - ich weiss nicht, wie sie das meinte ;-)

Wenn er seinen "Rappel" hatte, kam er im Wohnzimmer um die Ecke geflitzt und sprang mit Dampf bei Micha auf den Schoss - durch die Zeitung, die er gerade las!

Zur Entspannung legte er sich gelegentlich (!) auch mal in seinen Korb - um zu Nuckeln!!! Er schnappte sich seine Decke, stopfte sie sich in den Fang und dann ging's los!! Wie ein Baby auf seinem Schuller! Zu süss! Er nuckelt übrigens heute noch!!
Eine Weile gingen wir auch in die Welpenstunde. Dort spielte Yankee zwar mit auserwählten anderen Babys, liess mich aber nie aus den Augen. So richtig brauchte er die anderen Hunde nicht und auch auf unseren Strandspaziergängen lief er fast nie zu anderen Hunden und fremden Menschen. Für mich sehr angenehm!

Allerdings ist es auch so geblieben. Während er bis zu zum Alter von 18 Monaten ein sehr verträglicher Hund war, möchte er jetzt bitte keine neuen Freunde mehr! Die, die er hat, sind ihm genug! Hier und da wird noch mal eine Ausnahme gemacht, aber grundsätzlich bitte nicht.

Bedingt durch ein unschönes Erlebnis und sicher auch durch seinen Charakter, möchte er nicht unbedingt von fremden Menschen angefasst werden. Da die Welt nun mal so ist und sich Menschen ungefragt über Hunde beugen und sie streicheln, arbeiten wir daran, dass es für ihn erträglicher wird. Wir sind da auf einem sehr guten Weg (Danke Diana!!)

Yankee ist immer bereit zum Arbeiten, immer gut gelaunt und zu Spässen aufgelegt, er ist sehr anhänglich  und schmusig. Am liebsten wäre er ganz alleine mit mir auf einer Insel - da muss er mich nicht teilen und alles würde sich nur um ihn drehen!




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